Aktuelle Meldungen der THW-Landesvereinigung Bayern

Samstag 15. Oktober 2016 Von: Süß / Birzele | Fotos: Siegfried Krug

Landesversammlung 2016 in Pegnitz

Das Treffen der bayerischen Helfer- und Fördervereine im fränkischen Pegnitz war harmonisch und zielgerichtet für die Unterstützung der Hilfsorganisation THW.
(vlnr) Vorsitzender des Helververeins Pegnitz Norbert Pietsch, Ortsbeauftragter für Pegnitz Christian Bickel, Landrat Hermann Hübner, Bürgermeister Uwe Raab, MdB Annete Kramme, Schatzmeister der Landesvereinigung Siegried Schymala, stv. Landessprecher Andre Stark, Dirk-Hubertus Bosse, 2. Vorsitzender des Helververeins Pegnitz Rudolf Unger, MdL Peter Meyer, Landesbeauftragter Dr. Fritz-Helge Voß, stv. Vorsitzende der Landesvereinigung Siglinde Schneider-Fuchs, Vorsitzender der Landesvereinigung Stephan Stracke

(vlnr) Vorsitzender des Helververeins Pegnitz Norbert Pietsch, Ortsbeauftragter für Pegnitz Christian Bickel, Landrat Hermann Hübner, Bürgermeister Uwe Raab, Annete Kramme, MdB, Schatzmeister der Landesvereinigung Siegried Schymala, stv. Landessprecher Andre Stark, Dirk-Hubertus Bosse, 2. Vorsitzender des Helververeins Pegnitz Rudolf Unger, Peter Meyer, MdL, Landesbeauftragter Dr. Fritz-Helge Voß, stv. Vorsitzende der Landesvereinigung Siglinde Schneider-Fuchs, Vorsitzender der Landesvereinigung Stephan Stracke

Der Vorsitzende der bayerischen THW-Landesvereinigung MdB Stephan Stracke

Der Vorsitzende der bayerischen THW-Landesvereinigung Stephan Stracke, MdB

Ortsbeauftragter des THW Ortsverbandes Pegnitz Christian Bickel

Ortsbeauftragter des THW Ortsverbandes Pegnitz Christian Bickel

Landrat Hermann Hübner (CSU)

Landrat Hermann Hübner (CSU)

Bürgermeister der Stadt Pegnitz Uwe Raab (SPD)

Bürgermeister der Stadt Pegnitz Uwe Raab (SPD)

Die Landesversammlung ist auch 2016 hervorragend besetzt

Die Landesversammlung ist auch 2016 hervorragend besetzt

Rudolf Unger, 2. Vorsitzender des Fördervereins für das THW Pegnitz

Rudolf Unger, 2. Vorsitzender des Fördervereins für das THW Pegnitz

Siglinde Schneider-Fuchs, stellvertredende Vorsitzende der THW Landesvereinigung BY

Siglinde Schneider-Fuchs, stellvertredende Vorsitzende der THW Landesvereinigung BY

Siegfried Schymala, Schatzmeister der THW LV Bayern

Siegfried Schymala, Schatzmeister der THW LV Bayern

Steffen Eyrich, stv. Landesjugendleiter

Steffen Eyrich, stv. Landesjugendleiter

André Stark, stv. Landessprecher für Bayern

André Stark, stv. Landessprecher für Bayern

Dr. Fritz-Helge Voß, Landesbeauftragter für Bayern

Dr. Fritz-Helge Voß, Landesbeauftragter für Bayern

Siglinde Schneider-Fuchs und Helmut Königbauer

Siglinde Schneider-Fuchs und Helmut Königbauer

Ehrung für die langjährige Arbeit als Schriftführer von Herrn Helmut Königbauer

Ehrung für die langjährige Arbeit als Schriftführer von Herrn Helmut Königbauer

Helmut Königbauer bedankt sich für die gute Zusammenarbeit

Helmut Königbauer bedankt sich für die gute Zusammenarbeit

Jeffry Morales, neu gewählter Schriftführer der THW Landesvereinigung Bayern

Jeffry Morales, neu gewählter Schriftführer der THW Landesvereinigung Bayern

(vlnr) Jeffry Morales, Siegfried Schymala, Andre Stark, Stephan Stracke, Helmut Königbauer, Siglinde Schneider-Fuchs, Dr. Fritz-Helge Voß, Steffen Eyrich

(vlnr) Jeffry Morales, Siegfried Schymala, Andre Stark, Stephan Stracke, Helmut Königbauer, Siglinde Schneider-Fuchs, Dr. Fritz-Helge Voß, Steffen Eyrich

Jeffry Morales übernimmt die Amtsgeschäfte als Schriftführer von Helmut Königbauer

Jeffry Morales übernimmt die Amtsgeschäfte als Schriftführer von Helmut Königbauer

Die gewählte Vorstandschaft (vlnr): Schatzmeister Siegfried Schymala, Schriftführer Jeffry Morales, stellvertretende Vorsitzende Siglinde Schneider-Fuchs, erster Vorsitzender Stephan Stracke

Die gewählte Vorstandschaft (vlnr): Schatzmeister Siegfried Schymala, Schriftführer Jeffry Morales, stellvertretende Vorsitzende Siglinde Schneider-Fuchs, erster Vorsitzender Stephan Stracke

Am Rande des Veranstaltung gab es ein Elektroauto zu bestaunen und probezufahren

Am Rande des Veranstaltung gab es ein Elektroauto zu bestaunen und probezufahren

Die Landesversammlung der bayerischen Helfer- und Fördervereine in Pegnitz

Angekommen, angenommen - so könnte man das THW in Pegnitz wohl umschreiben. Und dies nicht nur, weil der Einladung mehr als 60 Delegierte gefolgt waren, sondern darüber hinaus die Spitzen der örtlichen Politik. In deren Grußworten wurde echte Verbundenheit deutlich. Landrat Hermann Hübner (CSU) stellte sich stolz vor "sein THW", dessen Engagement man immer gern auch für den überörtlichen Einsatz an Donau, Inn und anderorts unterstützt.

Bürgermeister Uwe Raab (SPD) hatte die Kernphilosophie des THW für sich heruntergebrochen auf "für Probleme professionelle Lösungen suchen - vom THW kann man lernen wie ein bundesweites Gebilde bis in die Ortschaften hervorragend funktioniert". Die Einbindung des THW Ortsverbands Pegnitz in das gemeinsame Hilfeleistungszentrum am Dianafelsen mit BRK, Feuerwehr und THW zeige, wie gut diese Einbindung funktioniere.

Staatssekretärin Anette Kramme, MdB, unterstrich die Forderungen, die strukturelle Unterfinanzierung des THW zu beseitigen. Sie lobte die großartige Arbeit des Technischen Hilfswerks und die Unterstützung durch die Fördervereine. Sie führte aus, dass die Mittel bei weitem nicht ausreichten und dass Sie eine Initiative unterstützt, die Ehrenamtliche in ganz Deutschland mit 1 Milliarde Euro noch effizienter in deren Arbeit werden zu lassen.

Landtagsvizepräsident Peter Meyer, MdL, würdigte das Engagement der Menschen im THW und in den Fördervereinen, das sich insbesondere in der Jugendarbeit positiv spiegele. Er freue sich auf die nächste Begegnung MdL-THW im Bayerischen Landtag, ein Termin, der über die Jahre schon gut integriert sei und dem Austausch der Erfahrungen diene.

Der THW-Orstverband Pegnitz und dessen Förderverein zeigten sich stolz, die Kameraden THW-Abordnungen aus ganz Bayern in Pegnitz begrüßen  und für eine gelungene Veranstaltung sorgen zu dürfen. Der zweite Vorsitzende des Fördervereins Rudolf Unger stellte die Verbindung von Förderern und Bundesbehörde bildlich dar: man sehe sich als "Motor, der hilft die Zahnräder anzutreiben".

Landesvorsitzender Stracke, MdB: Verstetigung beim Mittelzuwachs erforderlich

Dem stimmte MdB Stephan Stracke voll zu. Als Vorsitzender der Landesvereinigung Bayern betonte er, dass der politische Kampf um mehr Mittel nur einem Zweck diene: das THW zu den Aufgaben zu befähigen, für deren Bewältigung es existiert. „Trotz der jüngsten Mittelerhöhungen herrscht bundesweit beim THW eine strukturelle Unterfinanzierung. Das THW benötigt daher eine Verstetigung beim Mittelzuwachs.“

Er dankte seinem gesamten Vorstandsteam und versprach sein Engagement für das THW noch zu verstärken. An Siglinde Schneider-Fuchs gewandt sagte er mit Hinweis auf die vielen Termine, die sie als stellvertretende Vorsitzende und in Ihren vielen anderen Ämtern wahrnimmt: "Pass auf Dich auf!".

Hervorragende Arbeit im bayerischen THW

Die gute Zusammenarbeit mit dem Team der Landesvereinigung und dem Landesbeauftragten Dr. Fritz-Helge Voß, der "einen herausragenden Job macht", hob Stracke deutlich hervor. Sein Dank galt auch Hubertus Bosse, der für die Kontaktpflege der Landesvereinigung berufen ist. Den unumstrittenen Stellenwert der Jugend hob er mit der Bekräftigung hervor: "Ach ja, ohne die Jugend wäre Vieles Nichts.".

An Schriftführer Helmut Königbauer gewandt sagte er: "Helmut, Du bist hier der Vorstand". Wie wichtig die diskrete, leise und fleißige Arbeit des Schriftführers bei der Organisation aller Veranstaltung ist, stellte er voller Überzeugung mit den Worten fest: "Du hältst hier ein unglaubliches Räderwerk am Laufen."

Die Genesungswünsche der gesamten Landesvereinigung gehen an THW-Landessprecher Rudi Skalitzky, der seine Erkrankung mit unbeugbarem Willen bekämpft, bekräftigte die Versammlung mit Zustimmung. Inzwischen teilt sich sein Stellvertreter André Stark mit Michael Wüst (THW-OB Freising) und Klaus Lippert (THW-OB Memmingen) die Aufgaben des Helfersprechers – auch daran kann man ablesen, welche Aufgabe bisher auf den Schultern von Rudi Skalitzky lag.

Gespräche mit der Politik in allen Ebenen notwendiger denn je

Siglinde Schneider-Fuchs zeigt sich über die bayerische Arbeit in allen politischen Ebenen hocherfreut, denn die Aufgabenteilung des föderalen Systems erfordert auch eine Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen. Wie die Umsetzung des THW-Gesetzes gezeigt hat, ist noch nicht in allen Köpfen angekommen, wie wichtig es ist, beide Kammern hinter sich zu wissen: Bundestag und Bundesrat.

Um das Verständnis der bayerischen Landespolitiker zu intensivieren, wird 2017 wieder ein bayerisches Treffen "MdL trifft THW" stattfinden.

Sie kündigte für das nächste Jahr den bayerischen Lehrgang zur Förderung der Organisationskultur an, der schon seit zwei Jahren in der Vorbereitung ist. Er wird gemeinsam mit den THW-Landesverband organisiert und dem Ziel dienen, Helfer zu binden, Helfer zu finden und die Sympathieträger zu mehren. Das Ziel sei Motto und Titel zugleich und vereine die Bemühungen der Unterstützung aus den Fördervereinen mit der praktischen Umsetzung gemeinsam mit den Aktiven des Ortsverbandes. Er werde auch dem Erfahrungsaustausch dienen.

Hervorragende Finanzsituation der Landesvereinigung

Sigfried Schymala, der seit 21 Jahren Schatzmeister in der Landesvereinigung ist, zeigte sich hocherfreut verkünden zu können, dass sich die Ideen aus der Landesversammlung 2013 positiv ausgewirkt haben. Mit den neuen Einnahmen konnten auch dieses Jahr wieder die Jugendarbeit, das Mediateam und viele andere Themen zur Öffentlichkeitsarbeit (mit)finanziert werden. Schmunzelnd sagte er aber auch: "die grauen Haare habe ich mir ehrlich im THW verdient".

Jugendarbeit mit festem Fundament in den Vereinen

Steffen Eyrich sprach als stellvertretender Jugendleiter seinen Dank für die gute Integration der Jugendgruppen in den Vereinen aus. Bis auf 13 Jugendgruppen hätte inzwischen die Vereinsstruktur für die Anerkennung und Beibehaltung der Gemeinnützigkeit bei fast allen Landesvereinigungsmitgliedern umgesetzt werden können. Und trotz offener Finanzierung laufen die Arbeiten am Landesjugendlager 2018 in Weilheim hervorragend. Zusätzlich zur Bildung eines Teams für Öffentlichkeitsarbeit mit einem eigenen Referenten gibt es inzwischen auch einen Referenten für internationale Zusammenarbeit.

Die Öffnung der Jugend auf interkultureller Basis ist besonders auch im Hinblick auf die vielen integrationsbereiten geflüchteten Jugendlichen sinnvoll und notwendig. Dazu wurden in den letzten Monaten diverse Veranstaltungen in ganz Bayern angeboten - z. B. ein Diskussionsabend mit dem Titel „Hilfe, mein Helfer ist Muslim!" oder ein „Abend der Vielfalt" mit Speisen aus der ganzen Welt).

Entlastung des Ehrenamts für die zielgerechte Einsatzarbeit absolut notwendig

Aus Sicht der Helfersprecher hat die politische Arbeit der vergangenen Jahre gute Früchte getragen. André Stark, stellvertretender Landessprecher, lobte, dass die Mittelaufstockung und die damit einhergegangene Verbesserung der Personalsituation in den Geschäftsstellen deutlich zur Entlastung des Ehrenamts führen würde. Aktuell arbeiten bundesweit die THW-Landes-Sprecher sowohl an der Mitwirkungsrichtlinie als auch bei der „Arbeitsgruppe Fokus: Einsatz" mit. Ziel ist es, einige zeitkritische Prozesse aus der Leitung in die Dienststellen der Landesbeauftragten zu verlagern, um sie zu verschlanken und dadurch deutlich zu beschleunigen.

Die Politik hat erkannt, was sie am THW hat

Nach dem Mittagessen ging der bayrische THW-Landesbeauftragte Dr. Fritz-Helge Voß auf die vielfältigen Einsätze ein, die das THW im vergangenen Jahr geleistet hat: Exemplarisch nannte er hierzu die Bewältigung der Flüchtlingseinsätze, das Zugunglück in Bad Aibling, das Unwetter in Simbach und zuletzt die Terroreinsätze in Ansbach und München. Bei all diesen Einsätzen hat „die Politik erkannt, was sie am THW hat“. Hierdurch konnte man auch erreichen, dass das THW im Jahr 2017 mit der gleichen Menge an SB-Mitteln ausgestattet wird, wie schon 2016.

Im weiteren Verlauf seines Berichts sprach der Landesbeauftragte das neue „Konzept Zivile Verteidigung“ der Bundesregierung und das neue Rahmenkonzept des THW an.  Hierbei handelt es sich um eine Weichenstellung in die Zukunft. Dabei werden Themen wieder aktuell, die man seit 25 Jahren als nicht mehr existent erachtet hat. Darüber hinaus sei das Rahmenkonzept eine Weiterentwicklung der Leistungsfähigkeit des THW, das mit einem noch größeren und an den Herausforderungen orientierten Einsatzkonzept seine Bandbreite steigern kann.

Abschied vom Schriftführer Helmut Königbauer

Im Anschluss standen die Neuwahlen von Vorstandschaft, Kassenprüfer und Delegierten auf der Tagesordnung. Dafür stand Helmut Königbauer auf eigenen Wunsch nicht mehr als Schriftführer zur Verfügung. Die Vorstandschaft bedankte sich mit einem bewegenden Brief in einer eigens für ihn konzipierten Dank-Karte bei ihm für das Engagement, welches er seit 2007 in der Position des Schriftführers für die THW Landesvereinigung Bayern an den Tag gelegt hat. Und sie bedankte sich mit einem großen Blumenstrauß bei seiner Frau dafür, dass sie ihn so viel für die THW-Landesvereinigung hat tun lassen. Bücher für die stillen Stunden sollen Helmut Königbauer an die Zeit als Schriftführer erinnern und Landesvorsitzender Stephan Stracke, MdB, spannte den Bogen nach Berlin mit einem Buddy-Bären als Geschenk. Helmut Königbauer hatte sich auch bei allen Bundesversammlungen um die bayerischen Delegierten gekümmert.

Neuwahlen des Vorstands

Bei der Wahl selbst wurden der Landesvorsitzende Stephan Stracke, die stellvertretende Landesvorsitzende Siglinde Schneider-Fuchs und der Schatzmeister Sigfried Schymala von der Landesversammlung sehr deutlich in ihren Ämtern bestätigt. Neu hinzugekommen ist Jeffry Morales. Der Vorsitzende der Helfervereinigung Bad Alzenau übernimmt zukünftig das Amt des Schriftführers. Ebenfalls in ihren Ämtern bestätigt wurden die beiden Kassenprüfer Gerd Dobel und Werner Strung sowie die 13 Bundesdelegierten und ihre Nachrücker.

Fördervereine sind wichtige Säule für das THW

Sigfried Schymala berichtete abschließend über die Unterstützung der Ortsverbände durch die Fördervereine. Am Beispiel der Einsätze des vergangenen Jahres machte er deutlich, dass ein großer Teil praktischen Einsatzleistung ohne das durch die örtlichen Fördervereine beschaffte Material nicht zu bewältigen gewesen.

In seinem Schlusswort dankte Vorsitzender Stephan Stracke, MdB, allen Teilnehmern und Organisatoren.