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Fokus Zivilschutz und Bürokratieabbau: Delegiertenversammlung der Landesvereinigung in Freising
Über 50 Delegierte der bayerischen Helfervereinigungen und Fördervereine kamen am Samstag, den 22. November 2025, im Ortsverband Freising zusammen. Bei der Landesversammlung der THW Landesvereinigung Bayern e. V. stand die strategische Ausrichtung des THW in den kommenden Jahren im Fokus.
In ihrer Begrüßung betonte Siglinde Schneider-Fuchs, stellvertretende Vorsitzende der Landesvereinigung, dass wir weiterhin auf allen politischen Ebenen aktiv sein müssen. Sowohl in der Kommunal-, Landes- und Bundespolitik aber auch auf europäischer Ebene haben die Helfervereinigungen den Auftrag sich für das Technische Hilfswerk einzusetzen und die Interessen der Einsatzkräfte zu vertreten. Dabei ist ein sensibler Umgang gefragt, denn vor allem jetzt vor der anstehenden Kommunalwahl im Frühjahr 2026 brauchen wir politische Zustimmung und keine Wahlkampfparolen. Seit fast vier Jahrzehnten stärkt die Landesvereinigung Bayern die Arbeit der ehrenamtlichen THW-Angehörigen. Im Jahr 2026 steht das 40-jährige Jubiläum an. Um dieses gebührend feiern zu können, werden noch Mitglieder für eine Arbeitsgruppe gesucht, die sich der Veranstaltung annehmen möchten.
Auf das vergangene Jahr blickte Stephan Stracke, MdB als Vorsitzender des Landesvereinigung zurück. So berichtete er, dass im Bundeshaushalt 2026 insgesamt 2,83 Milliarden Euro für das THW Bauprogramm zu Verfügung gestellt wurden, wovon auch viele bayerische Ortsverbände profitieren werden. Sein Bericht leitete er in eine offene Podiumsdiskussion zwischen der Vizepräsidentin der THW Bundesvereinigung sowie des Deutschen Bundestages, Andrea Lindholz, dem Ortsbeauftragten des THW Ortsverband Freising, Michael Wüst und dem Landesbeauftragten des THW Bayern, Dr. Fritz-Helge Voss, über.
Dabei wurden Herausforderungen und Hürden angesprochen, welche die Arbeit der ehrenamtlichen Kräfte auf Ortsverbandsebene erschweren. So bestätigte Dr. Voss, dass die Organisationsstruktur im THW derzeit zu bürokratisch und aufgeblasen sei. Prozesse müssen optimiert werden, wobei der Landesverband Bayern hier bereits wichtige Vorschläge eingebracht hat, die seitens der THW Leitung nach und nach umgesetzt werden.
Ein zentrales Thema im Bericht des Landesbeauftragten stellte der Zivilschutz dar. Dr. Voss berichtete über die großen Herausforderungen und die kurzfristig umzusetzenden Maßnahmen. Zum Abschluss stellte er aber heraus: Trotz der neuen Fokussierung dürfen die Grundlagen wie Helferwerbung, die Sicherstellung der Einsatzbereitschaft und vor allem ein gutes Miteinander nicht außer Acht gelassen werden.
Nachdem Martin Högg, Landesjugendleiter THW-Jugend Bayern e. V., über Aktivitäten und Informationen aus der Landesjugend berichtet hat, tauschten sich die anwesenden Delegierten bei der Aussprache über Möglichkeiten zur Beschaffung von Finanzmitteln aus.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Delegierten für die Teilnahme und allen voran dem gastgebenden Ortsverband Freising mit Ortsbeauftragten Michael Wüst.




