Wir über uns

Am 13. Dezember 1986 gründeten 31 THW-Ortsvereinsvorsitzende in Ingolstadt die THW-Landesvereinigung Bayern e.V. Initiator und Motor der Gründung war der THW-Landesbeauftragte Dipl. Ing. Reiner Vorholz. Er hatte bereits im Vorfeld dafür gesorgt, dass der kommissarische Landesvorsitzende Adamitz die Amtsgeschäfte an einen gewählten Landesvorstand übergeben konnte. Landesvorsitzender der ersten Stunde wurde der 34-jährige Rechtsanwalt, Ortsvereinsvorsitzender von Günzburg, Landesvorsitzender der Jungen Union und Bundestagsabgeordnete Alfred Sauter.

Zu seinem Stellvertreter wurde Dieter Pfefferkorn gewählt. Das Amt des Schatzmeisters übertrug die Versammlung Ernst Eck, das des Schriftführers Dirk Hubertus Bosse. Beigeordneter wurde Willy Hilpert.

Wie die Darstellung zeigt, ist die Arbeit des Landesvorstandes durch Kontinuität der Vorstandsmitglieder gekennzeichnet.

 
Vorsitzende(r)
Stv.Vorsitzende(r)
Schatzmeister(in)
Schriftführer(in)

Ab Gründung
1986

Alfred Sauter, MdL,
Staatsminister a.D.

Dieter Pfefferkorn

Ernst Eck

Dirk-Hubertus
Bosse

Ab 1992

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Dirk-Hubertus
Bosse

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Ellen Lucht

Ab 1995

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Siegfried Schymala

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Ab 2001

Hartmut Koschyk, MdB

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Ab 2004

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Siglinde Schneider-Fuchs

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Ab 2007

Stephan Mayer, MdB

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Helmut Königbauer

Ab 2010

Stephan Stracke, MdB

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Ab 2016

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Jeffry Morales

Bei der Gründung der jetzigen THW-Landesvereinigung Bayern e.V. 1986 waren alle bayerischen Ortsvereine aus der damaligen THW-Bundeshelfervereinigung ausgetreten. Gründe dafür waren zentralistische Strukturen und überhöhte Beitragsforderungen auf Bundesebene. Durch diesen konsequenten Schritt trug Bayern (im Verbund mit Niedersachsen) erheblich zur Reform der THW-Bundesvereinigung e.V. bei, so dass ab 1.1.1988 die THW-Landesvereinigung Bayern e.V. Mitglied der neu strukturierten THW-Bundesvereinigung werden konnte. Die Eigenständigkeit der Landesvereinigungen und der Ortsvereine war sichergestellt und damit auch der Nachweis der Gemeinnützigkeit im Einzelnen leichter zu führen. Nach und nach schlossen sich die örtlichen bayerischen Fördervereine der THW-Landesvereinigung Bayern e.V. an.

Höhepunkte im Vereinsleben sind die Landesversammlungen, in denen Sachthemen erörtert und Ziele und Wege abgestimmt werden. Regelmäßige Anwesenheit von hochrangigen Referenten, wie zum Beispiel der Bayerische Staatsminister des Inneren, Günter Beckstein, Staatssekretär Regensburger, MdB Eduard Lintner (ehemaliger parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium), Prof. Dr. Kurt Schelter (ehemaliger Staatssekretär im Bundesinnenministerium), bot wichtige Informationen und Diskussionsebenen. Die jeweiligen Reden werden gerne durch die Bundesgeschäftsstelle an alle Mitgliedsvereine verteilt. Natürlich hat der Erfolg immer viele Väter. Aber nachfolgend aufgeführte Maßnahmen sind in Bayern "erzeugt" worden:

  • Herauslösen des THW aus dem BZS (Valepper Thesen),
  • Erhalt der Althelfer im THW-Helferrechtsgesetz,
  • Schadensbegrenzung beim THW-Konzept von 1994,
  • Verankerung von Ehren- und Fördermitgliedern in der Bundessatzung usw.

In Bayern gibt dem THW die Nähe der THW-Landesvereinigung zur Ebene der bayerischen Landespolitik Impulse und Gestaltungsmöglichkeit, insbesondere in der Einbeziehung des THW in den Katastrophenschutz. Das hat sich u.a. in der Formulierung des bayerischen Katastrophenschutzgesetzes niedergeschlagen, in dem auch das THW seinen Platz hat.

Dazu hat der damalige Landessprecher und heutige Bundessprecher, Gerd Neubeck, am 19. März 1994 eine Petition am Rande des CSU-Parteitages in Deggendorf an den bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber übergeben. Mehr als 1200 ehrenamtlichen THW- Männern und -Frauen waren mit über 300 THW-Fahrzeugen in einer Sternfahrt aus ganz Bayern nach Deggendorf gekommen, um dem Anliegen durch ihre Anwesenheit Gewicht zu verleihen.